Herzlich willkommen auf der Homepage der Regionalgruppe Berlin !

 

Die Aktivitäten der Mitglieder finden in unserer Regionalgruppe vorrangig in den Stadtteilgruppen statt.    

Die aktuellen Treffpunkte finden Sie im Button "Selbsthilfegruppen".

Interessante Projekte zum Thema Parkinson finden Sie über den Button "Veranstaltungen".

 

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Sie treffen hier Gleichgesinnte, die sich gegenseitig Rat und Hilfe geben.

Auch als Angehöriger sind Sie herzlich in unseren Gruppen willkommen. Hier erfahren Sie eine Menge über den Umgang mit Parkinsonbetroffenen und ihrer Krankheit.

Eine große Gemeinschaft gibt dem Einzelnen Kraft.

 

Oder werden Sie Fördermitglied und unterstützen Sie dadurch unsere ehrenamtliche Arbeit.

 

Als Mitglied der dPV können Sie in einer beliebigen Stadtteilgruppe mitwirken, unabhängig davon wo Sie wohnen.

 

Regionalleiter: Joachim Hütter

Senioren-Begegnungsstätte
Stralsunder Straße 6
13355 Berlin
 
Tel: 033439 - 128568
 

 

Spendenkonto/Bankverbindung:

dPV Regionalgruppe Berlin

IBAN: DE36 1009 0000 3807 3680 19

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Neuer Regionalgruppenleiter in Berlin

Zunächst möchte ich mich bei meinem Vorgänger Dr. Manfred Ernst für seinen Einsatz, Hilfe und Verständnis bedanken. Er leitete ca. 10 Jahre ehrenamtlich, neben der Pflege seiner Ehefrau, die dPV Parkinson Selbsthilfegruppe Berlin.

Mein Name ist Joachim Hütter, bin 62 Jahre jung, verheiratet mit meiner Frau Gabriele und wir haben drei erwachsene Kinder. Seit dem 14.08.2021 bin ich Regionalleiter der dPV Parkinson Selbsthilfegruppe Berlin.

Meine Frau hat seit 2010 die Diagnose Morbus Parkinson. Es war ein Schock. Für uns brach die Welt zusammen. Wie geht es weiter, wie ist der Krankheitsverlauf, wo können wir uns informieren und wo bekommen wir Hilfe. Es war eine schwere Zeit, wir recherchierten im Internet. Im Netz stand so viel, was uns teilweise ängstlich machte, manchmal uns aber auch Hoffnung gab.

Wir wollten alles über die Krankheit erfahren. Wir wollten es gemeinsam bewältigen. So fanden wir auch die dPV-Parkinsonselbsthilfegruppe. Wir gingen gemeinsam hin. Wir wurden dort verstanden und konnten uns über die Krankheit informieren. Der Austausch mit anderen Betroffenen hat uns wieder nach vorn schauen lassen. Wir mussten erkennen, die Parkinsonkrankheit verläuft bei jedem anders. Jeder Parkinson-Patienten hat seinen eigenen Herrn „P“ (wie meine Frau die Parkinsonkrankheit nennt).

2014 übernahmen wir gemeinsam die Leitung der Stadtteilgruppe Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg. Wir konnten nun selbst helfen und für die Parkinson-Patienten und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Durch unsere Gruppenleitertätigkeit nahmen wir an verschiedene Fortbildungsveranstaltungen und Fachvorträgen teil. Auch die Themen Soziales wie z.B. Pflegeleistungen, Schwerbehinderung oder Erwerbsunfähigkeitsrente waren häufig Thema. Diese Informationen konnten wir nun auch in unsere Gruppe bringen. Zusätzlich haben wir auch selbst für unsere Mitglieder Vorträge von Ärzten, Therapeuten und Bewegungstrainern organisiert. In dieser Zeit konnten wir erkennen, je eher ein an Parkinson erkrankter Patient zu uns kommt, umso besser wird es ihm gehen. Viele sind immer noch zu Hause und verstecken sich. Haben Depressionen und versuchen die Krankheit zu leugnen. Der beste Weg  mit der Krankheit klarzukommen, ist darüber zu reden, sich auszutauschen und Tipps und Hinweise anzunehmen.

2019 bekam die dPV Regionalgruppe Berlin den mit 8.000 Euro dotierte Hauptpreis beim Wettbewerb der PSD-Bank Berlin-Brandenburg zum PSD ZukunftsPreis für Solidarität und Engagement. Wir freuten uns sehr darüber. Er wurde von der Schirmherrin der Veranstaltung, Dilek Kalayci, an die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. Berlin für besonders nachhaltiges Engagement überreicht. „Die Deutsche Parkinson Vereinigung Berlin leistet einen Beitrag zur Aufklärung über ein Krankheitsbild, das viele Menschen betrifft, und unterstützt sowohl die Erkrankten als auch deren Angehörige. Unsere Gesellschaft wäre nicht so menschlich und solidarisch, wenn es nicht ehrenamtlich Engagierte gäbe, die ihre Zeit anderen Menschen schenken würden.“

Mit diesem Geld haben wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, Therapien durchzuführen, die die Krankenkassen nicht übernehmen. Im nächsten Jahr werden wir einen aktiven Parkinsontag durchführen. Dort werden wir zeigen, was wir alles anbieten. Zum Beispiel Taiji, Parkinson und Tango, Beratung zum Sozialrecht und vieles mehr.

Aber auch durch die Gemeinschaft die Stärke der dPV (die bundesweit vertreten ist) unterstützen wir die Forschung oder nehmen Einfluss auf Gesundheitsfragen wie z.B. dem Aut-idem (dem Austauschverbot von Medikamenten durch Apotheker). Seit Jahren setzt sich die dPV auf höchster politischer Ebene dafür ein, Parkinson-Patienten von der Aut-idem-Regelung auszunehmen. Als Delegierte der Regionalgruppe Berlin nahmen Dr. Manfred Ernst, meine Frau Gabriele und ich im Rahmen der Delegiertentage vom 15. bis 17. Juli 2021 in Kassel teil. Dort hat sich der Vorstand der dPV neu konstituiert. Höhepunkt der Veranstaltung und mit Spannung erwartet, waren die Vorstandswahlen nicht zuletzt deswegen, weil damit die Weichen der Verbandsarbeit für die nächsten Jahre gestellt werden. Als 1. Vorsitzende der dPV wurde Magdalene Kaminski von der Mehrheit der Delegierten in ihrem Amt bestätigt. Damit ist Kontinuität in der Verbandsarbeit der dPV auch in Zeiten der Pandemie gewährleistet. Magdalene Kaminski bedankte sich bei den Delegierten für das Vertrauen und schwor die Verbandsvertreter auf den Zusammenhalt der dPV ein. Gemeinsam werde man die Herausforderungen der Zukunft bewältigen, ist die Vorsitzende überzeugt.

Deutschlandweit gibt es ca. 400.000 Menschen, die an Parkinson erkrankt sind. Das sind 0,5% der Bevölkerung in Deutschland. Rechnet man das für Berlin, so leben hier in Berlin ca. 15.000 bis 20.000 Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, die Hilfe, Verständnis und Beistand benötigen. Nun spreche ich diese 15.000 bis 20.000 Menschen an, kommt aus euren Schneckenhäusern, hört auf euch zu verstecken, kommt und redet mit uns. Wir verstehen Euch und sind gern bereit zu Helfen. Wir geben Euch Halt in schwierigen Situationen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung!

Aber auch Sie, die diesen Artikel lesen. Sie können die Selbsthilfearbeit der dPV Regionalgruppe Berlin unterstützen. Werden Sie Fördermitglied oder unterstützen Sie uns mit einer Spende, die wir für unsere Mitglieder verwenden können.